Neue Übernahmestation sichert stabile Erdgasversorgung für Industriekunden

EVSE baut Versorgungskapazität in Kamenzer Gewerbegebiet aus

Die Energieversorgung Schwarze Elster GmbH (EVSE) lässt am 12. September eine neue Erdgas-Übernahmestation im Kamenzer Industriegebiet Bernbruch einweihen. Dazu werden zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwartet. An der neuen Station wird Erdgas aus dem Fernnetz der ONTRAS Gastransport GmbH in das Versorgungsnetz der EVSE eingespeist. 4900 m³ Erdgas lassen sich an der neuen Station pro Stunde ins EVSE-Netz ausspeisen. „Damit bieten wir Investoren am Gewerbe- und Industriestandort Bernbruch Versorgungssicherheit und schaffen neue Perspektiven für den Wirtschaftsstandort“, sagt Sylvia Schenker, Geschäftsführerin der EVSE. 400.000 Euro investierte das Energieversorgungsunternehmen in die Anlage.

Anlass für die Errichtung dieser neuen Übergabestation war die Werkserweiterung der Deutschen Accumotive GmbH & Co. KG im Gewerbegebiet Bernbruch. Die Deutsche Accumotive, Tochter der Daimler AG, fragte 2016 bei der EVSE an, ob die Erschließung des neuen Werkes am Industriestandort Bernbruch Nord mit Erdgas realisierbar sei. Auf rund 21 Megawatt wurde die benötigte Anschlussleistung beziffert. Mit der Übernahmestation „Bernbruch 2“ schuf die EVSE diese Anschlusskapazitäten.

„Unser Ziel war es, die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, das neue Werk der Deutschen Accumotive stabil versorgen zu können. Darüber hinaus wollten wir weitere Kapazitäten erlangen, um neuen Investoren im Industriegebiet Bernbruch Nord die Entscheidung für diesen Standort zu erleichtern“, erläutert der Technische Leiter der EVSE, Henry Tillack.

Nach dem Genehmigungsverfahren, nach Planung, Ausschreibung und Vergabe diverser Leistungen wurden Ende 2017 die ersten Spatenstiche für die neue Station gesetzt. In unmittelbarer Nachbarschaft der EVSE-Übernahmestation „Bernbruch 1“ konnte im Februar 2017 dann die vorgefertigte und bereits mit den technischen Einrichtungen bestückte bauliche Hülle auf die Fundamente gestellt werden. Nach aufwändigen Umbauarbeiten an der Schiebergruppe der Fernleitung wurde die Station schließlich 2018 ins Netz der EVSE eingebunden. Nach umfangreichen sicherheitstechnischen Prüfungen durch Sachverständige war nun die Anlage bereit Erdgas in das Verteilnetz der EVSE einzuspeisen.

Für die Einspeisung ist es erforderlich, den Druck des Erdgases von circa 25 bar aus dem Fernnetz auf rund 3 bar zu reduzieren. Des Weiteren wird dem von Natur aus geruchlosen Erdgas der typische Geruch beigemischt.

In der neuen Übernahmestation befinden sich außerdem die Messeinrichtungen, welche die aus dem Fernnetz bezogenen Mengen registrieren.

Mit dem Neubau der Übernahmestation „Bernbruch 2“ betreibt die EVSE mittlerweile drei Übernahmestationen. Die erste, durch die EVSE errichtete Anlage dieser Art steht am Wittichenauer Gewerbegebiet Brischko.