EVSE beschenkt Kun­den zum Firmenjubiläum

Die Ener­gie­ver­sor­gung Schwar­ze Els­ter hat ihr 25-jäh­ri­ges Bestehen am 5. Novem­ber mit einem Ener­gie­fo­rum gefei­ert. Mehr als hun­dert Geschäfts­part­ner, Gesell­schaf­ter und Weg­be­rei­ter des Unter­neh­mens waren dazu in das Kul­tur­haus nach Saalau gekommen.

„Eigent­lich haben es all unse­re Kun­den ver­dient, heu­te hier zu sein“, sag­te EVSE-Geschäfts­füh­re­rin Syl­via Schen­ker zur Begrü­ßung. Doch der Platz im klei­nen Kul­tur­haus gegen­über dem Fir­men­sitz hät­te dazu nicht aus­ge­reicht. Denn das Unter­neh­men ver­sorgt heu­te rund 4000 Kun­den mit Gas. Das Ver­sor­gungs­ge­biet reicht von Lau­busch im Nor­den bis Crost­witz im Süden. Fast 60 Orte sind ans Gas­ver­sor­gungs­netz des Unter­neh­mens angeschlossen.

Wie die EVSE sich als klei­ner regio­na­ler Ener­gie­ver­sor­ger eta­blie­ren konn­te, schil­der­te ihr frü­he­rer Geschäfts­füh­rer Joa­chim Popel­la. Nach der poli­ti­schen Wen­de 1989 habe „Auf­bruch­stim­mung“ geherrscht. „Wir woll­ten die Gunst der Stun­de nut­zen, woll­ten Infra­struk­tur schaf­fen, damit sich Indus­trie ansie­delt und in unse­rer Regi­on etwas ent­wi­ckelt.“ Wäh­rend ande­re Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men mit der Instal­la­ti­on von Gas­an­schlüs­sen im länd­li­chen Raum zöger­ten, weil sie deren Pro­fi­ta­bi­li­tät anzwei­fel­ten, han­del­ten die Wit­ti­chen­au­er. Kon­tak­te in die rhei­ni­sche Part­ner­stadt Bad Hon­nef hal­fen dabei. Am 14. Novem­ber 1990 unter­zeich­ne­ten die Part­ner den Grün­dungs­ver­trag für ein eige­nes Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men in der Lau­sitz. Die Hon­ne­fer unter­stütz­ten mit Wis­sen und Tech­nik. Der Unter­neh­mens­auf­bau geriet zum „Selbst­läu­fer“, erin­nert sich Popel­la. „Wir strotz­ten vor Energie.“

Auch der ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter von Wit­ti­chen­au Udo Popel­la denkt gern an die­se Auf­bau­zeit zurück: „Es waren die frucht­bars­ten, schöns­ten und ver­rück­tes­ten Jah­re mei­nes Wir­kens bei der Stadt­ver­wal­tung Wit­ti­chen­au.“ Dass die Stadt die gas­sei­ti­ge und abwas­ser­tech­ni­sche Erschlie­ßung in den eige­nen Hän­den hat­te, bezeich­net Popel­la als „Voll­tref­fer“. „Mir ist kei­ne Kom­mu­ne bekannt, der es in so kur­zer Zeit gelang, fast das gesam­te Stadt­ge­biet inklu­si­ve eige­ner Orts­tei­le mit Gas­ver­sor­gung und Abwas­ser­be­sei­ti­gung kom­plett neu zu erschlie­ßen.“ Udo Popel­la wür­dig­te zugleich die betriebs­wirt­schaft­lich gute Arbeit der EVSE. Das Unter­neh­men habe damit regel­mä­ßig „in nicht gerin­gem Maße“ zur Aus­ge­gli­chen­heit der Haus­hal­te jener Städ­te bei­getra­gen, die als Gesell­schaf­ter an dem Ener­gie­ver­sor­ger betei­ligt sind. Dazu zäh­len neben Wit­ti­chen­au die Gemein­den Loh­sa, Königs­war­tha, Ral­bitz-Rosen­thal und Nebelschütz.

Bei der Jubi­lä­ums­fei­er zu Gast waren auch die Wit­ti­chen­au­er Ehren­bür­ger Wer­ner Oster­brink, vor mehr als 25 Jah­ren Bür­ger­meis­ter in Bad Hon­nef und Erich Die­ter Wal­ken­horst, damals Geschäfts­füh­rer der städ­ti­schen Bad Hon­nef AG. Wal­ken­horst erklär­te, dass man die Unter­neh­mens­stra­te­gie der EVSE zuvor erfolg­reich im Rhein­land erprobt habe. „Wir woll­ten die klei­nen Gemein­den im Wes­ter­wald an unser Gas­netz anschlie­ßen, sind von Gemein­de zu Gemein­de und haben ver­sucht sie zu begeis­tern. Unse­re Kon­kur­renz sag­te da noch: das lohnt sich nicht.“ Als die Städ­te­part­ner­schaft mit Wit­ti­chen­au ent­stand, hät­ten sich Oster­brink und Wal­ken­horst gefragt: „War­um soll das nicht auch hier klap­pen?“ Im Rück­blick stell­te er fest, der Ver­such sei mit der EVSE gelungen.

Die Öff­nung des Gas­mark­tes hat inzwi­schen zu einem regen Wett­be­werb um die Kun­den geführt – auch um jene auf dem Land. Syl­via Schen­ker, die Joa­chim Popel­la 2013 als Geschäfts­füh­re­rin der EVSE ablös­te, blickt trotz­dem opti­mis­tisch in die Zukunft. „Trotz des anhal­tend schwie­ri­gen Markt­um­fel­des sind wir davon über­zeugt, dass wir unse­ren erfolg­rei­chen Kurs bei­be­hal­ten.“ Die Refe­ren­ten des Ener­gie­fo­rums bekräf­tig­ten dann auch, dass Erd­gas als sau­be­rer Ener­gie­trä­ger mit der Ener­gie­wen­de bald eine noch bedeu­ten­de­re Rol­le spie­len werde.

Schen­ker ist sich bewusst, dass sie auf dem umkämpf­ten Gas­markt in den nächs­ten Jah­ren vor allem dar­um bemüht sein wird, die Kun­den wei­ter an die EVSE zu bin­den. Des­halb ver­kün­de­te sie zum Jubi­lä­um eine Über­ra­schung: Die Gesell­schaf­ter haben zum Fir­men­ju­bi­lä­um einer Bonus­zah­lung an die Kun­den zugestimmt.